"Ein Ort, an dem sich Ritualzuschauer und Fernsehkritiker auf einen kurzen Absacker treffen können"

Ulrich Meyer EXTRA

Auf Sat1 moderiert Ulrich Meyer Akte 20/11 und die Ermittlungsakte. In unserem Extra spricht der Fernsehmoderator und Produzent über die Darstellung von Journalisten im Tatort und kommt dabei zu folgender Erkenntnis: „Ich staune immer, welches Journalistenbild der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der von Gebühren lebt, im Tatort transportiert. Journalisten sind dort immer Wegelagerer und Schmierfinken. Das ist der Dreck vom Dreck, wenn Sie so wollen und nie ist ein Journalist in der Lage, eine Geschichte mal zu befördern oder ist er in Lage sozusagen in die Polizei hinein zu schauen, um doch mal ne Form von Unrecht aufzudecken. Er ist immer derjenige, den man loswerden will, den man wirklich wie Schmutz hier von der Kleidung waschen will und das ärgert mich.“


Das Wort zum Mord

Im November 2010 feierte der ARD-Krimiklassiker Tatort seinen 40. Geburtstag und ist nach wie vor die beliebteste deutsche Krimireihe. Aktuell gehen 17 Ermittlerteams in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Mördersuche und begeistern die Zuschauer auf vielfältige Weise.

Für die zahlreichen Tatort-Fans geht es nun sonntagabends nach dem Tatort im Netz weiter: In unserer neuen WebTV-Serie Das Wort zum Mord kommentieren drei Prominente und Experten (z.B. beteiligte Darsteller, Publizisten oder echte Kommissare) jede Erstausstrahlung. Darüber hinaus nehmen sie Stellung zu eigenen Tatort-Erfahrungen und aktuellen Kontroversen rund um die Reihe.

Die WebTV-Serie wird seit dem 13. Februar sonntagabends ab 21:45 Uhr direkt im Anschluss an den Tatort in diesem Portal veröffentlicht. In der ersten Folge besprachen Tatort-Kommissar Oliver Mommsen, Tatort-Erfinder Gunther Witte und Die Super Nanny Katharina Saalfrank den neuen Bremer Tatort: Stille Wasser.

Bild 1: © WDR

TATORT: Im Netz der Lügen
Die Story

Der neueste Fall konfrontiert Tatort-Kommissarin Klara Blum mit einer starken Frau als Gegenfigur und einem Verbrechen, das die Anonymität des Internets geschickt nutzt, um mit Identitäten zu spielen und Fallen zu stellen.

Eine Richterin wird beim Joggen angefallen. Sie erschlägt den Täter, einen potentiellen Vergewaltiger. Ein klarer Fall von Notwehr. Die Sache scheint ein einfacher Fall für Klara Blum zu werden. Als sich herausstellt, dass der tote Vergewaltiger, ein ansonsten unbescholtener Lehrer und Familienvater, sich mit seinem Opfer im Internet verabredet hat, werden Zweifel an der Notwehr-Version der Richterin wach.

Die Ermittler

Der aktuelle Fall beschert Klara Blum (Eva Mattes) eine spannende Begegnung mit einer interessanten Frau. Obwohl es zunächst danach aussieht, als ob die beiden starken Frauen viel miteinander gemeinsam hätten, wird doch bald klar, dass Heike Göttlers Haltung der Unangreifbarkeit, die das Zeigen emotionaler Schwächen nicht zulässt, Klaras Charakter ganz und gar nicht entspricht.

Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) ist von der Methode der Interpretation von kürzesten, unwillkürlichen Gesichtsausdrücken, die unbewusste Emotionen anzeigen, schwer beeindruckt und freut sich über die Gelegenheit, das neue Wissen gleich anzuwenden. Nicht nur in der Interpretation der Verhöre, sondern auch bei Beckchens neuem Freund. Und dort gleich mit durchschlagendem Erfolg.

Die Fakten

Im Netz der Lügen ist der 20. Fall für die Konstanzer Hauptkommissarin Klara Blum.

Neben Eva Mattes und Sebastian Bezzel sind in diesem Tatort u.a. Karin Giegerich (Richterin), Matthias Freihof und Marek Erhardt zu sehen.

Das Drehbuch stammt von Dorothee Schön.

Inszeniert hat den Film Patrick Winczewski.

Mehr Infos gibt es auf DasErste.de

Unsere «Experten»

Seit 2004 ist Jan Hofer Chefsprecher der ARD-Tagesschau. Überraschend: Dem Nachrichtenmann werden im Tatort zu häufig aktuelle Themen aufgegriffen.

Die vorherige Folge


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